… über Symbole

Herkunft und Wirkungsweise

Kürzlich erhielt ich eine nette, wenn auch ambivalente E-Mail. Eine an Feng Shui interessierte Leserin übermittelte mir ihre Komplimente für meine Arbeit und zugleich eine Beschwerde, da sie mit den „asiatischen“ Zeichen nichts anzufangen wisse und westliche Symbole vorziehen würde. Ihre Reaktion war nicht die erste dieser Art, deshalb ist es mir ein Bedürfnis an dieser Stelle eine ausführlichere Antwort zu posten.

 

Die Herkunft 

Offensichtlich haben einige Menschen Vorbehalte vor „fremden“ (in diesem Fall chinesischen) Symbolen, andere wiederum wollen von verwestlichten Varianten, etc. nichts wissen und beharren auf der ursprünglichen Tradition, da Feng Shui schließlich in China entwickelt wurde! Hier zeigt sich, meiner Meinung nach, eine generelle Unsicherheit bezüglich Symbolen, ihrer Wirkungsweise und ihrer Herkunft. 

 

Das Wissen 

Natürlich hilft es, wenn wir intellektuell wissen und verstehen, was ein bestimmtes Symbol bedeutet. Die Kraft unserer Gedanken kann die suggestive Kraft der Symbole verstärken. (Eine genauere Beschreibung dieses Vorgangs, finden Sie im Artikel: Was sind Symbole) Dennoch bin ich überzeugt, dass der Ursprung der verschiedenen Symbole weniger wichtig ist, als der persönliche Bezug; schließlich tragen wir auch Erfahrungen aus früheren Leben und anderen Sphären in uns. Zusätzlich sind wir über das Unterbewusstsein mit dem Kollektiv verbunden und dieses endet auch nicht an der nächsten Staatsgrenze … Ein chinesisches Symbol hat diesbezüglich keinen Vor- oder Nachteil gegenüber einem hinduistischen, keltischen oder indianischen Symbol. Mit der Zeit werden auf dieser Homepage Symbole unterschiedlichster Kulturen und Religionen vertreten sein.

 

 

Der persönliche Bezug 

Was immer einen Menschen bewegt und anspricht (positiv oder negativ) ist richtig für ihn. Oft haben uns gerade jene Dinge (auch Menschen und Symbole) etwas zu vermitteln, gegen welche wir eine Abneigung verspüren. Auf neutrale, von uns unabhängige Dinge reagieren wir in der Regel auch neutral, da sie zur Zeit keine Relevanz für uns innehaben. Dabei liegt das Augenmerk auf unseren Emotionen – sowohl auf den positiven (Freude, Liebe, Bewunderung, etc.) wie auf den negativen (Angst, Hass, Unverständnis, etc.). Im Bezug auf Feng Shui und Raumgestaltung sollten man natürlich auf positive und zielführende Emotionen achten.

 

Unsere Emotionen wirken wie eine Art Katalysator. 

In der Regel benutzt man Symbole um etwas bestimmtes auszudrücken oder zu erreichen. Man will seine Realität damit beeinflussen. Man will, dass sich die zugrundeliegende Idee eines bestimmten Symbols in der Realität materialisiert, dass man das Erwünschte erfahren oder besitzen kann. 

Symbole agieren auf verschiedenen Ebenen. Manche sind schneller und manche benötigen mehr Zeit. Es geht dabei um die Energie. Je mehr Energie man in ein Symbol (oder einen positiven Gedanken) investiert, desto schneller und umfassender ist die Wirkung und je „irdischer“ diese Energie strukturiert ist, desto größer ist die Chance, dass sie sich in der materiellen Welt manifestiert:

 

1. 

Man kann das Symbol und das Universum alleine arbeiten lassen. Man erteilt quasi einen Auftrag, hängt ein bestimmtes Symbol an die Wand und wartet ab. Die Bedeutung eines Symbols und die universelle Schöpferkraft agieren auf einer sehr abstrakten, hohen und feinen Schwingungsebene. Sehr zielgerichtet und klar, aber auch (für unsere Verhältnisse) langsam. Das Universum hat sprichwörtlich alle Zeit der Welt.

 

2. 

Unsere Gedanken, unser intellektuelles Verständnis über das Symbol, schwingen schon tiefer, aber immer noch auf einer feinstofflichen Ebene. Dies ist die Ebene unseres Geistes. Wir können das Erwünschte Visualisieren und quasi von der Abstraktion in die Vorstellung „herunterholen“. Jedes Mal, wenn wir das Symbol an der Wand erblicken (bewusst oder unbewusst) wird dieser Vorgang in Gang gesetzt und das energetische Netz verdichtet sich.

 

3.

Unsere Emotionen sind dagegen schon wesentlich näher an der Materie. Unsere Gedanken prägen unsere Gefühle und unsere Gefühle leiten unser Verhalten. Das Verhalten wiederum verändert, ganz real, unsere materielle Existenz. Emotionen sind Ausdruck der Seele und bilden eine Art Brücke zwischen Geist und Materie (Körper). Sie bringen die ursprüngliche Idee in greifbare Nähe. Wenn wir etwas lieben, begehren oder bewundern setzen wir früher oder später alle Hebel in Bewegung um das Ersehnte auch zu bekommen. Das Universum wiederum setzt alles daran, uns diesen Wunsch zu erfüllen. Dieser Mechanismus verhält sich wie beim Wetter: Je größer der Sog des Tiefdruckgebietes (unsere Emotionen) ist, desto stärker ist die ausgleichende Kraft des Hochdruckgebietes (materielle Verwirklichung). 

Diese kraftvolle Dynamik wird jedes Mal freigesetzt, wenn wir das Symbol registrieren und unsere Emotionen mitschwingen. Es ist also von fundamentaler Bedeutung, dass man zu den ausgewählten Symbolen eine „positive Einstellung“ hat – egal aus welchem Kulturkreis es stammen mag. Ebenso wichtig ist dabei das Aufrechterhalten der positiven Emotion. Gefühle des Zweifels, der Hoffnungslosigkeit oder gar der Angst im Bezug auf „die Aufgabe des Symbols“ werden genau dies zu manifestieren versuchen …

Alle drei Ebenen zusammen können erstaunliches bewirken!