Symbole

Christkind

[ ˈkʀɪstˌkɪnt ]

Das Christkind kommt, der Erzählung nach, zu Weihnachten und bringt, ohne gesehen zu werden, die Weihnachtsgeschenke. Die genaue „Aufgabenverteilung“ zwischen Christkind, St. Nikolaus und Weihnachtsmann hat sich, im Laufe der Zeit, regional unterschiedlich entwickelt. Die weihnachtliche Symbolfigur kennt man vor allem in Österreich, im Südtirol, in der Schweiz und in katholische Regionen Deutschlands, sowie in Ungarn, in Tschechien und der Slowakei.

Die Figur des Christkindes war ursprünglich identisch mit dem neugeborenen Christuskind/Jesus. Die Darstellungen zeigten aber meist ein etwas älteres, blond gelocktes Kind mit Flügeln und Heiligenschein. Über die Jahre ist das gute Kind weiter gewachsen und wird heutzutage meist in Form einer jungen, engelsgleichen Frau dargestellt. Die Wandlungsfähigkeit des Christkindes zeigt sich auch im konfessionellen Bezug. Ursprünglich aus der katholischen Tradition stammend, war es lange Zeit hauptsächlich im evangelischen Deutschland und der Schweiz verbreitet, wo es den Nikolaus zusehends verdrängte, um kurze Zeit später selbst durch den Weihnachtsmann abgelöst zu werden. Zusammen mit Adventskranz und Weihnachtsbaum „emigrierte“ es wieder ins katholische Bayern und Österreich.

Heute erfreut sich das Christkind großer Beliebtheit – über alle konfessionellen Schranken hinweg. Als Galionsfigur zahlreicher Christkindlmärkte, als Werbebotschafterin und natürlich auch zu Hause in den Familien, wenn alle darauf warten, dass es die Geschenke vorbeibringt und uns den einen oder anderen Wunsch erfüllt.

 

> Anwendung des Symbols

Meist wird die Figur des Christkinds zu Dekorationszwecken während der Weihnachtszeit eingesetzt. Möchte man seine symbolische Kraft nutzen, setzt man es, wie andere Engel-Figuren als Vermittler und kosmischer Freund ein. Hierfür eignet sich insbesondere das Bagua n° 6, aber auch der Eingangs- oder Meditations-Bereich eignen sich ausgezeichnet.

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